Seit 30 Jahren beraten, planen und reparieren die PC-Experten von Compare vor Ort in der Aue. Das Konzept ist so simpel wie erfolgreich. Bis heute.
Ein kleines Team, ein Ladenlokal in zentraler Lage und geballtes Expertenwissen rund um den PC. Mit diesen „Grundzutaten“ begleitet das fünfköpfige Team um die beiden Geschäftsführer Cedric Christ und Jörg Trappmann die Kundschaft und ihre Computer seit 30 Jahren. Der Trick: Was andere in den Wahnsinn treibt, löst bei den Technikern von Compare Glücksgefühle aus. „Wenn es Probleme gibt, geht die Detektivarbeit los“, so Trappmann, der heute auf insgesamt 24 Jahre im Hard- und Softwarebereich zurückblickt. Vielleicht macht es auch einen Unterschied, wenn man aufgrund der eigenen Erfahrungen fest daran glaubt, dass „es ja funktionieren muss“. Mit diesem Tüftler-Mindset habe es bei ihm und den meisten anderen aus dem Compare-Team einst angefangen. Bei Trappmann selbst ging es 1992 los – als ein Hobby.
Über die Jahre und nach zwei Ausbildungen in anderen Bereichen hat sich die intensive Beschäftigung mit dem komplexen Thema „Personal Computer“ zu einer Profession entwickelt. „Wir machen das hier alle, weil es uns großen Spaß macht“, so Jörg Trappmann. Die Arbeit in der Werkstatt bestehe zu 90 Prozent aus Fehlersuche – und das mache auch den Reiz aus. Dabei bietet Compare die gesamte Palette von Verkauf über Service bis zur Reparatur an, für Privatkunden wie für Unternehmen. „Mit dem Online-Handel können wir nicht immer mithalten, dafür begleiten wir unsere Kunden in jeder Phase. Wir helfen beim Aufbau des Systems und stehen persönlich als Ansprechpartner bereit“, so Cedric Christ.
„Wir müssen inzwischen fast täglich Malware entfernen oder Rechner komplett zurücksetzen.“
Cedric Christ
Neustart
Wie blicken die beiden Geschäftsführer in die Zukunft? Welche Trends sind heute schon absehbar? Von den Entwicklungen in Sachen Künstliche Intelligenz einmal abgesehen, sieht Cedric Christ vor allem die deutliche Zunahme an Cyberkriminalität als kritischen Trend. „Wir müssen inzwischen fast täglich Malware entfernen oder Rechner komplett zurücksetzen.“ Häufig gehe es dabei um gesperrte Onlinezugänge zu Bankkonten. Der Hintergrund: Wer sich durch einen Klick auf bösartige Links hartnäckige Viren oder Malware eingefangen hat, muss immer öfter beweisen, dass der eigene Rechner wieder einsatzbereit ist. „Die Bank will sichergehen, dass von dem betroffenen PC keine Gefahr mehr ausgeht. Vorher wird das Konto nicht freigeschaltet“, erklärt Cedric Christ.
Ein weiterer unerfreulicher Trend ist die rasante Preisentwicklung bei Arbeitsspeicher. Hier gebe es seit einiger Zeit nur eine Richtung: nach oben. Einer der Gründe dafür ist der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren. „Die RAM-Preise sind in einem Jahr um bis zu 400 Prozent gestiegen“, so Christ. Mit einer baldigen Erholung rechnen die beiden Experten nicht. Keine guten Neuigkeiten für junge oder junggebliebene Menschen, die sich ihren ersten Gaming-PC zusammenstellen wollen. Hier kann es sinnvoll sein, sich mithilfe der Expertise der PC-Profis helfen zu lassen. „Einen echten Gaming-PC für 800 Euro gibt es nicht. Aber wir können dabei unterstützen, bei anderen Bauteilen zu sparen, damit das Budget etwas besser passt“, so Jörg Trappmann.
Text: Marc Freudenhammer
Foto: Süleyman Kayaalp





